Sysresccd-manual-de Netzwerk

From SystemRescueCd

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Mit der System Rescue CD kann auf das Netzwerk zugegriffen werden. Nachfolgend die wichtigsten Informationen zum Netzwerk.

Contents

Das Netzwerk einrichten

Wenn die Hardware unterstützt wird, wurde die Netzwerkkarte automatisch erkannt und der entsprechende Treiber geladen. Die Schnittstelle muß eine IP-Adresse und einen Gateway zugewiesen bekommen.

Für die dynamische Variante kommt dhcpcd eth0 zum Einsatz. Mit ifconfig -a wird die zugewiesene IP-Adresse angezeigt. Um eine feste IP-Adresse zuzuweisen, gibt man ifconfig eth0 192.168.10.17 ein. Als nächstes wird die Standard-Route gesetzt. Beispiel für eine Schnittstelle mit IP 192.168.10.17 am Gateway auf 192.168.10.2: route add default gw 192.168.10.2

Mit SystemRescueCd-0.4.2 wurden Boot-Optionen wie ethx, dns, gateway, dodhcp eingeführt, welche das automatische Einrichten des Netzwerks beim Start erlauben. Das kann sehr nützlich sein, wenn geplant ist eine [[Sysresccd-manual-en_How_to_personalize_SystemRescueCd|angepasste Version] (englisch)] der CD zu erstellen.

Lesen Sie das Kapitel über [[Sysresccd-networking_en_Basic-IP-configuration-tools-on-linux|Grundlegende IP-Konfigurations-Tools in Linux] (englisch)] für Details über die Einrichtung von TCP/IP auf einer Linux-Maschine.

Siehe auch: FAQ "Ich kann keine anderen Hosts im Netzwerk erreichen" [1] (englisch)

SSH-Server starten

SSH erlaubt es, eine Konsole auf einem anderen Computer (wie telnet) zu nutzen und Dateien zu kopieren (mit scp). Wenn ein SSH-Server gestartet werden soll, muß das root-Password geändert werden. Einfach passwd eingeben, um ein Neues zu setzen. Es kann auch der Cheatcode rootpass=xxx genutzt werden, um das Passwort beim Booten zu setzen. Dann mit /etc/init.d/sshd start den sshd-Server starten. Gestoppt wird er mit /etc/init.d/sshd stop. Natürlich kann der Computer auch ein SSH-Client werden: Nutzen Sie ssh login@ssh.server.org oder scp quelle ziel. Beides, quelle und ziel können lokal oder entfernt sein. Nutzen Sie login@ssh.server.org:/pfad/dateiname für entfernte Dateien.

Zugriff auf eine Windows-Freigabe mit Samba

Das Samba-Paket erlaubt den Zugriff auf Windows-PC (Freigaben) im Netzwerk. Wenn beispielsweise der Windows-Server (192.168.10.3) eine Freigabe meine-freigabe hat, kann diese mit den folgenden Befehlen eingehängt werden:

mkdir /mnt/win
mount -t smbfs -o lfs //192.168.10.3/my-share /mnt/win/
cd /mnt/win
umount /mnt/win

Samba wird vom Kernel unterstützt, und es stehen Samba-Tools zur Verfügung (smbcacls, smbcontrol, smbfilter, smbmount, smbspool, smbtar, smbclient, smbd, smbmnt, smbpasswd, smbstatus, smbumount). Es ist sehr wichtig, die Option „lfs“ (Large File Support) nicht zu vergessen, weil dieser die Handhabung von Dateien > 2 GB erlaubt. Solche großen Dateien fallen oft beim Erstellen von Sicherungen oder Abbildern an. Ohne diese Option würden Kopieraufgaben scheitern. Große Dateien werden seit Version 0.2.12 (Linux Kernel 2.4.25) unterstützt. Weitere Hilfe zu Samba: http://www.samba.org/

Einhängen von entfernten FTP/SSH Freigaben als lokales Dateisystem

Für den Zugriff auf Dateien auf FTP-Servern gibt es eine sehr mächtige Möglichkeit: Das "Userland FileSystem" erlaubt es, die Freigabe einzuhängen und mit den entfernten Dateien genauso zu arbeiten, als lägen diese lokal. Alle diese Dateisysteme können die Freigaben mit dem umount-Befehl wieder aushängen. Hier ein Beispiel für das Einhängen eines FTP-Dateisystems in /mnt/ftp als anonymous (nur lesen):

mkdir /mnt/ftp
lufis fs=ftpfs,host=ftp.kernel.org /mnt/ftp -s 
cd /mnt/ftp
umount /mnt/ftp

Hier ein Beispiel für das Einhängen eines SSH-Dateisystems in /mnt/ssh als anonymous (nur lesen):

mkdir /mnt/ssh
passwd root
sshfs login@ssh.server.org:/path/to/dir /mnt/ssh
cd /mnt/ssh
umount /mnt/ssh

Nutzung eines ADSL USB-Modems

Seit Version 0.2.19 wird das System mit Treibern für diverse USB-Modems ausgeliefert (wie z.B. SagemFast800, das auf einem Eagle Chipsatz basiert). Diese Treiber wurden zu Linux-2.6.16 hinzugefügt. Wenn Sie ein solches Modem besitzen, brauchen Sie wahrscheinlich Firmware-Dateien, die nicht auf dieser CD vorhanden sind. Sie müssen diese Dateien herunterladen und durch Einhängen der Festplatten-Partition (wohin heruntergeladen wurde) darauf zugreifen.

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