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Sysresccd-manual-de Einfache Installation von SystemRescueCd auf Festplatte

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Einführung

Seit SystemRescueCd Version 0.4.x gibt es einen einfachen Weg die SystemRescueCd von Festplatte zu starten. Diese Methode erlaubt es, die SystemRescueCd so zu benutzen, als würde diese von CD laufen, jedoch ohne die Notwendigkeit, jedesmal beim Booten die CD einzulegen. Es ermöglicht auch, die SystemRescueCd ohne CD/DVD-Laufwerk zu starten. Sie können ein anderes Betriebssystem zur Installation und Aktivierung der SystemRescueCd verwenden. Diese Methode ist empfehlenswert, wenn Sie die SystemRescueCd oft nutzen und das ständige Einlegen der CD vermeiden wollen.

Es war schon lange möglich, die SystemRescueCd auf Festplatte zu installieren, indem man dieser Anleitung gefolgt ist: [[sysresccd-manual-en_How_to_install_SystemRescueCd_on_harddisk|the old installation method] (englisch)]. Es war notwenig, ein Linux-Dateisystem (welches von lilo oder grub unterstützt wird), zu haben. Die Installation wurde durch das Extrahieren des Haupt-Dateisystems aus der sysrcd.dat auf eine Linux-Partition. Mit der neuen Installationsmethode wird keine dedizierte Linux-Partition mehr benötigt. Sie können die Dateien einfach auf eine bereits bestehende Linux- oder Windows-Partition kopieren. Mittels grub4dos können Sie sogar die SystemRescueCd auf einer NTFS formatierten Windows-Partition installieren. Alles, was Sie für die Installation tun müssen, ist alle benötigten Dateien der SystemRescueCd auf eine bestehende Partition der Festplatte zu kopieren (dies kann entweder eine Linux-Partition (ext3, reiser, xfs, ...) oder eine Windows-Partition (NTFS) sein. Auf diese Weise können Sie die SystemRescueCd von Windows aus booten und mit Hilfe der docache-Option sogar Windows selbst reparieren: Mit ntpass für die Rücksetzung des Administrator-Passworts oder ntfs3g für Arbeiten auf dem Dateisystem.

Die Anweisungen dieses Kapitels beziehen sich auf SystemRescueCd-1.0.0 oder neuer. Sie funktionieren nicht mit älteren Versionen der SystemRescueCd.

Diese Installation erfolgt in zwei Schritten: zuerst müssen Sie die notwendigen SysRescCd Dateien auf eine Partition Ihrer Festplatte kopieren. Dann müssen Sie den Bootloader konfigurieren. Die Installation erfordert eine Partition mit mindestens 200 MB freiem Platz. Sie benötigen ausserdem einen funktionierenden Linux-Bootloader (wie Lilo oder Grub), wenn Sie die SystemRescueCd Dateien auf eine Linux-Partition installieren wollen.

SystemRescueCd kommt mit vier Kerneln: rescuecd, rescue64, altker32, altker64. In diesem Kapitel gehen wir davon aus, daß Sie rescuecd nutzen. Der Vorgang funktioniert aber auch mit jedem anderen der mitgelieferten Kernel.

Erster Schritt: Kopieren wichtiger Dateien

Dieser Schritt ist sehr einfach: es müssen lediglich die Hauptdateien der SysRescCd auf die Partition kopiert werden. Wenn es eine FAT16/FAT32 oder NTFS-Partition ist, können Sie den Kopiervorgang mit einem beliebigen Betriebssystem ausführen. Natürlich müssen Sie bei der Wahl einer Linux-Partition als Ziel den Kopiervorgang von Linux aus starten (z.B. aus einer laufenden SystemRescueCd).

Sie müssen ein Verzeichnis namens /sysrcd/ erstellen, welches im Wurzelverzeichnis der Partition liegen muss (es darf kein Unterverzeichnis sein)

Nehmen Sie jetzt die CD mit der aktuellen SystemRescueCd zur Hand, hängen Sie das ISO-Abbild mit dem mount-Befehl unter Linux ein (z.B.: mount -o loop systemrescuecd-x86-x.y.z.iso /mnt/cdrom) oder Sie können unter Windows Hilfsprogramme wie die DaemonTools verwenden.

Kopieren Sie schlussendlich einfach sysrcd.dat, sysrcd.md5, initram.igz, rescuecd, rescue64, altker32 und altker64 von der CD nach /sysrcd/ (das Verzeichnis, welches Sie vorhin angelegt haben). Einige dieser Dateien liegen in isolinux auf der CD. Kopieren Sie nicht die Verzeichnis-Struktur. Alle Dateien müssen im Verzeichnis rescuecd liegen.

Zweiter Schritt: Aktualisieren Sie den Bootmanager (Grub/Lilo) in Linux

Jetzt müssen Sie Ihren Bootmanager aktualisieren (Lilo oder Grub). Dieser Abschnitt beschreibt die Aktualisierung eines Linux-Bootmanagers (Lilo oder Grub). Wenn Sie eine NTFS-Partition nutzen, lesen Sie bitte den nächsten Abschnitt.

Wir müssen einige Zeilen in der Konfigurationsdatei des Bootmanagers ergänzen (normalerweise unter /etc/lilo.conf für Lilo und /boot/grub/menu.lst oder /boot/grub/grub.conf für Grub). Sie müssen die für Ihr System gültigen Angaben machen. Grub benötigt den (Grub-)Gerätenamen der Partition die Sie gewählt haben. Das ist normalerweise eine Bezeichnung wie (hd0,0) anstatt hda1 oder (hd0,1) anstatt hda2, ... Dann können Sie einige optionen bezüglich Ihrer Tastatur anpassen (setkmap=xx). Wenn Sie die Werte für diese Option nicht kennen, schauen Sie sich isolinux.cfg an.

Beispiel für den Bootmanager LILO

Hier ist ein Beispiel einer Lilo-Konfiguration (bearbeiten Sie /etc/lilo.conf) der Pfad /mount-point/ muss durch den Einhängepunkt der Partition ersetzt werden, wenn lilo läuft.

image=/mount-point/sysrcd/rescuecd
initrd=/mount-point/sysrcd/initram.igz
label=SysRescCd
append="subdir=sysrcd setkmap=de"
  1. Nicht vergesssen, lilo auszuführen, nachdem die Datei lilo.conf bearbeitet wurde.
  2. Im obigen Beispiel habe ich mit setkmap=de ein deutsches Tastaturlayout gewählt (Anm. d. Übersetzers)

Beispiel für den Bootmanager GRUB

Nachfolgend ein Beispiel für eine Grub-Konfiguration (bearbeiten Sie menu.lst oder grub.conf in /boot/grub/). In diesem Beispiel liegen die Dateien in /dev/hda8. Der Gerätename für Grub ist (hd0,7) (man muss vom Linux Gerätenamen 1 abziehen: daher 8-1=7)

title    SystemRescueCd von Festplatte
root     (hd0,7)
kernel   /sysrcd/rescuecd subdir=sysrcd setkmap=de
initrd   /sysrcd/initram.igz
boot
  1. Denken Sie daran, daß in Grub IDE, SATA und SCSI Geräte (/dev/hda und /dev/sda) den selben Namen haben (hd0). Sie dürfen nicht (sd0) für SCSI und USB-Geräte schreiben.
  2. Im obigen Beispiel habe ich mit setkmap=de ein deutsches Tastaturlayout gewählt (Anm. d. Übersetzers)

Zweiter Schritt: Aktualisieren Sie den Bootmanager (grub4dos) in Windows

Jetzt können Sie den Bootmanager grub4dos (das Windows-Äquivalent zum Linux-Grub) aktualisieren. Dieser Abschnitt beschriebt die Installation des grub4dos Bootmanagers, wenn Sie die SystemRescueCd in eine NTFS-Partition mit Windows kopiert haben. Wenn Sie eine Linux-Partition nutzen, lesen Sie bitte den vorherigen Abschnitt.

Eines der interessantesten Dinge, die Sie mit einer NTFS-Installation der SystemRescueCd machen können, ist die Fehlerbehebung von Windows bei auftretenden Problemen. Auf diese Weise können Sie die Windows-Partition mit ntfs-3g einhängen und Ihr Windows reparieren (z.B. eine Sicherung der Registry einspielen, ...). Das einzige Problem ist, daß Sie die Windows-Partition mit ntfs-3g nicht zum Lesen-/Schreiben einhängen können, da diese bereits während des Bootvorganges als Nur-Lesen eingehängt wurde. Die Lösung für dieses Problem ist es, die docache-Option zu benutzen. Wenn diese Option genutzt wird, cached sysresccd während des Bootvorganges seine eigenen Dateien (von der NTFS-Disk) in den Arbeitsspeicher und die NTFS-Partition wird wieder ausgehängt. Das ermöglicht ein erneutes Einhängen mit ntfs-3g. Also müssen Sie die Option docache an die Befehlszeile in der menu.lst hinzufügen, wenn Sie die Windows-Partition mit ntfs-3g einhängen wollen, nachdem von dieser gebootet wurde.

Die Installation ist wirklich "geradeaus". In dieser Mini-Anleitung nehme ich an, daß Windows auf einer NTFS-Partition installiert ist (Laufwerk C:) und Sie die SystemRescueCd Hauptdateien nach C:\sysrcd kopiert haben.

a) Installation von grub4dos

grub4dos wird mit SystemRescueCd-1.0.0 und neuer mitgeliefert. Sie können grub4dos auch hier herunterladen. Entpacken Sie die Zip-Datei in ein temporäres Verzeichnis und kopieren Sie grldr nach C:\. Diese Installation wurde mit der Datei grldr aus grub4dos-0.4.3-2007-08-27.zip getestet.

b) Aktualisieren Sie den Windows Bootloader

aktualisieren Sie Ihre boot.ini: Windows NT4/2000/2003/XP

Diese Vorgehensweise sollte mit Windows NT4/2000/2003/XP funktionieren. Editieren Sie die Datei C:\boot.ini (mit einem Texteditor wie Notepad++, verwenden Sie auf keinen Fall Word!) und fügen Sie eine Zeile zum Aufruf von grldr am Ende der Datei ein. Nachfolgend ein Beispiel einer boot.ini-Datei. Seien Sie vorsichtig: Fügen Sie nur die besagte Zeile am Ende hinzu und lassen den Rest Ihrer boot.ini wie er war.

[boot loader]
timeout=4
default=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS
[operating systems]
multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS="Windows" /noexecute=optin /fastdetect
C:\grldr="SystemRescueCd"

Aktualisieren Sie den Vista/2008 Bootloader

Dank an user700512 für die nachfolgende Vorgehensweise: Sie müssen grldr.mbr (Teil des Archives) zusammen mit grldr in das Wurzelverzeichnis der Vista Bootpartition kopieren. Dann müssen Sie einige Befehle auf der Kommandozeile eingeben (rufen Sie cmd.exe als Administrator auf).

In diesem Kommandofenster (C:> ist hier ein Beispiel für die Eingabezeile) geben Sie folgendes ein:

C:> bcdedit /create /d "SystemRescueCd [GRUB4DOS]" /application bootsector

Als Ergebnis wird der Booteintrag {id} zurückgegeben - nutzen Sie ihn in den folgenden Schritten

C:> bcdedit /set {id} device boot
C:> bcdedit /set {id} path \grldr.mbr
C:> bcdedit /displayorder {id} /addlast

Sie können sich auch weiter informieren: weitere Details über grub4dos unter Vista (englisch).

c) Erstellen Sie die Datei C:\menu.lst

Sie müssen die Datei C:\menu.lst erstellen. Diese ist die Konfigurationsdatei von grub4dos. Nachfolgend ein Beispiel:

# Dies ist eine menu.lst Beispieldatei für SystemRescueCd
title    SystemRescueCd von Festplatte
root     (hd0,0)
kernel   /sysrcd/rescuecd subdir=sysrcd setkmap=de docache
initrd   /sysrcd/initram.igz

Im obigen Beispiel habe ich mit setkmap=de ein deutsches Tastaturlayout gewählt (Anm. d. Übersetzers) In diesem Beispiel liegen die Dateien auf der NTFS-Partition, welche die erste Partition der ersten Festplatte ist. Dann ist der Grub-Gerätename (hd0,0). Es wäre (hd1,0) für die erste Partition der zweiten Festplatte, (hd0,1) für die zweite Partition der ersten Festplatte, ... Sie müssen root (hd0,0) durch den Grub-Gerätenamen der NTFS-Partition ersetzen.

d) Überprüfen Sie die SystemRescueCd Dateien

Prüfen Sie, ob die SystemRescueCd-Dateien in C:\sysrcd installiert sind

e) Neustart

Starten Sie das System neu und wählen Sie grldr und dann SystemRescueCd im Bootmenü des Windows NT-Loaders.

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