Sysresccd-manual-de Booten der CD-ROM

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Die Möglichkeit zum Booten von CD/DVD einschalten

Damit mit der CD gebootet werden kann, muss sichergestellt sein, daß das BIOS des PC dafür korrekt eingestellt ist. Im BIOS muss natürlich das entsprechende Laufwerk in der Bootreihenfolge als Erstes stehen.

Auswahl des Boot-Abbildes

Um mit der SystemRescueCd arbeiten zu können, legen Sie diese in Ihr CD/DVD-Laufwerk ein und starten Sie den PC neu. Nach erfolgreichem Start der SystemRescueCd erscheint der Startbildschirm mit dem Schriftzug "SystemRescueCd" in ASCII-Art. Nun können Sie durch drücken der Enter-Taste direkt starten, oder eine andere Option wählen.

Wenn Sie den Bootvorgang beeinflussen möchten, müssen Sie folgendes eingeben: <image> <parameters>. Zum Beispiel rescuecd setkmap=de docache startet mit dem Standard rescuecd Image, nutzt ein deutsches Tastaturlayout und die CD wird vollständig in den Arbeitsspeicher geladen. Schauen Sie sich die folgenden Möglichkeiten einmal an.

Hier sind die Wahlmöglichkeiten der SystemRescueCd-1.1.x:

  • rescuecd Der Standard für 32-Bit Systeme, ohne Framebuffer (empfohlen).
  • altker32 Dies ist ein alternativer Kernel für 32-Bit Systeme. Booten Sie diesen Kernel, wenn Sie Probleme mit rescuecd haben. altker32 wurde umbenannt in vmlinuz2
  • rescue64 Standard 64-Bit Kernel. Nutzen Sie ihn, wenn Sie auf ein installiertes 64-Bit Linux System zugreifen wollen, oder 64-Bit Programme laufen sollen. Dieser Kernel bootet SystemRescueCd von der CD mit 32-Bit Programmen und erfordert einen 64-Bit Prozessor (amd64/em64t).
  • altker64 Dies ist ein alternativer Kernel für 64-Bit Systeme. Booten Sie diesen Kernel, wenn Sie Probleme mit rescue64 haben. Verfügbar seit Version 1.0.0

Auswahl der Startoptionen

Nun können Sie Startparameter übergeben. Es gibt sehr viele Parameter, die Sie nutzen können. Einige Optionen stehen nur in aktuellen Versionen der SystemRescueCd zur Verfügung. Für Informationen zur Aktivierung von speakup lesen Sie bitte die speakup Info-Seite (englisch). Nachfolgend die wichtigsten verfügbaren Optionen:

Allgemeine Boot-Optionen

  • setkmap=xx: Wenn Sie während des Startvorganges nicht nach dem Tastaturlayout gefragt werden wollen, können Sie damit wählen, welches automatisch geladen werden soll. Ersetzen Sie xx durch das gewünschte Layout (z.B.: setkmap=de für deutsche Tastaturen)
  • docache: Diese Option ist sehr nützlich, wenn Sie das CD/DVD-Laufwerk nach dem Start anderweitig benötigen. Die CD wird dadurch vollständig in den Arbeitsspeicher geladen, sodaß die CD entnommen werden kann. Die Option docache setzt mindestens 400MB Arbeitsspeicher voraus, damit alles geladen werden kann (inklusive der Startdisketten und isolinux Verzeichnisse). Mit dem Parameter lowmem kann bei Systemen mit weniger als 400MB Arbeitsspeicher angezeigt werden, daß diese Verzeichnisse nicht in den Speicher kopiert werden.
  • root=xxx: Die root=<device> Option bootet ein bestehendes Linux-System. Wenn Sie beispielsweise Gentoo auf /dev/sda6 installiert haben, geben Sie rescuecd root=/dev/sda6 ein und statt des Systems auf der CD wird Gentoo gestartet. Nutzen Sie einen 64-Bit Kernel, wenn Ihr System über 64-Bit Programme verfügt. Ein 64-Bit Linux auf /dev/sda6 kann mit rescue64 root=/dev/sda6 gestartet werden. Ab SystemRescueCd-1.0.4 funktioniert das mit LVM-Disks, sodaß etwas wie rescuecd root=/dev/VolGroup00/LogVol00 benutzt werden kann. root=auto sucht die Block-Geräte des Computers nach einem Linux-System ab. Es wird das Erste gefundene Linux gestartet. Dies erlaubt den Start des Systems von der CD aus, falls es Probleme mit dem Bootlader oder dem installierten Kernel geben sollte. Siehe für weiterführende Informationen.
  • initscript=service:action: Diese Optionen erlauben das Starten/Stoppen eines Dienstes beim Booten. Wenn Sie beispielsweise Samba benötigen, können Sie dies mit initscript=samba:start erreichen. Das bewirkt das Gleiche wie /etc/init.d/samba start. Diese Option kann mehrfach mit verschiedenen Diensten benutzt werden. Alles, was in einem initscript ausgeführt werden kann, ist auch hier nutzbar. Diese option ist erst ab SystemRescueCd-1.0.2 verfügbar.
  • backstore=xxx: SystemRescueCd-1.1.x bietet Unterstützung für backing-stores. Grundsätzlich ist ein backing-store ein loopback-Dateisystem, welches alle Änderungen, welche in der SystemRescueCd möglich sind speichert. Anders ausgedrückt, erlaubt es Ihnen, alle zur Laufzeit geänderten Dateie zu sichern, damit Sie diese Änderungen beim nächsten Start wieder vorfinden. Standardmässig sucht sysresccd beim Booten automatisch auf allen entfernbaren Medien (z.B.: USB-Sticks) und nutzt den ersten gefundenen backing-store. Ein backing-store ist nicht erforderlich. Wenn die Suche ergebnislos bleibt, werden die Dateien einfach im Arbeitsspeicher abgelegt. Um die Suche beim Start zu unterbinden nutzen Sie backstore=off in der Boot-Befehlszeile. Wenn Sie Ihre backing-store Datei auf der Festplatte speichern wollen, müssen Sie mit backstore=alldev booten, damit alle Geräte (und nicht nur entfernbare) durchsucht werden. Standard für die backing-stores Datei ist jede Datei namens sysrcd.bs, welche im Wurzelverzeichnis des Datenträgers (oft ein USB-Stick) liegen muss. Man kann den Pfad anpassen, indem man den Parameter in der Form backstore=/sysrcd/mybackstore.bs übergibt. Dann versucht sysresccd die Datei mybackstore.bs im Ort /sysrcd auf jedem block-device (Partition, USB-Stick, ...) zu finden. Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Beitrag zu backing-stores.

Hardware, Treiber und Fehlersuch-Optionen

  • nonet: verhindert die automatische Netzwerkerkennung beim Start
  • scandelay=x: wartet während des Starts x Sekunden, um langsamen Geräten zeit zur Initialisierung zu geben. Das ist notwendig, wenn ein USB-Gerät gebootet wird. Eine Wartezeit von wenigen Sekunden sollte schon genügen.
  • doxdetect: Seit Version 0.3.5 wird die Autokonfiguration in X.Org selbst erledigt und mkxf86config ist standardmässig ausgeschaltet. Diese Option zwingt das System das mkxf86config Startskript auszuführen, um die Auto-Erkennung der Hardware mit diesem Skript durchzuführen. Nutzen Sie diese Option, wenn Sie Probleme mit der Konfiguration der grafischen Umgebung haben. Diese Option ersetzt noxdetect aus früheren Versionen.
  • nodetect: verhindert die generische Auto-Erkennung der Hardware. Nutzen Sie diese Option, wenn es Probleme mit der Hardware-Erkennung gibt.
  • doload=xxx: erzwingt das Laden eines/mehrerer Module beim Start (z.B.: doload=3c59x)
  • noload=xxx: verhindert das Laden eines/mehrerer Module beim Start (z.B.: noload=3c59x). Nutzen Sie diese Option, wenn es beim Laden eines spezifischen Moduls Probleme gibt.
  • dostartx: Diese Option erzwingt das Laden der grafischen Umgebung X.Org beim Start. Dadurch müssen Sie nicht startx nach dem Start eingeben.
  • forcevesa: Zwingt X.Org mit dem sicheren Vesa-Treiber zu arbeiten, statt mit dem Treiber für die erkannte Karte. Nutzen Sie diese Option, wenn Sie keine grafische Oberfläche mit den Standard-Optionen starten können.
  • forcevesa=xxx: Der Befehl startx lädt den Xvesa Server sattt Xorg, und Xvesa nutzt die übergebene Bildschirmauflösung (z:B.: 1024x768, 1280x1024x32). Die Option forcevesa akzeptiert seit SystemRescueCd-1.0.0 Parameter.
  • all-generic-ide: Bei Festplattenproblemen sollten Sie diese Option ausprobieren (z.B. rescuecd all-generic-ide)
  • acpi-off / noapic / irqpool: Nutzen Sie diese Optionen, wenn irgendein Problem mit dem booten des Kernels auftritt: wenn es durch einem Treiber hängt oder es abstürzt, ...
  • dodebug: Schaltet erweiterte Nachrichten im linuxrc Skript ein.
  • lowmem: Verhindert das Laden unkritischer Dinge in den Speicher (wie die sshd und nfsd Dienste)
  • skipmount=/dev/xxx: Das System hängt alle Speichergeräte zur Startzeit ein, um die sysrcd.dat Datei zu finden. Möglicherweise möchte man aber ein bestimmtes Gerät nicht einhängen, wenn beispielsweise die Festplatte defekt ist und das System einfrieren würde. Sie können einfach mit skipmount=/dev/sda1 skipmount=/dev/sda2 mitteilen, daß diese beiden Partitionen ignoriert werden sollen. Diese Option benötigt SystemRescueCd-1.0.1 oder höher.
  • nodmraid: Disable dmraid, which is the program that drives RAID disks based on cheap RAID controller built-in motherboards.
  • nomdadm: Disable mdadm, which is the program that drives software RAID.

Automatische Netzwerk-Konfiguration und Fernzugriff

Es ist empfohlen, SystemRescueCd-1.0.4 oder Neuer zu verwenden, wenn Sie diese Optionen nutzen wollen, da die vorgehenden Versionen kritische Fehler hatten.

  • dodhcp: Nutzen Sie dodhcp wenn es in Ihrem Netzwerk einen DHCP-Server gibt, um dem PC beim Start eine dynamische IP-Adresse zuzuweisen.
  • ethx=ipaddr/cidr: Setzt die feste IP-Adresse aller im System gefundenen Ethernet-Schnittstellen. /cidr ist optional. Wenn Sie beispielsweise ethx=192.168.0.1 auf einer Maschine mit zwei Netzwerkkarten angeben, bekommen beide eth0 und eth1 die Adresse 192.168.0.1. Sie können auch etwas wie ethx=10.0.0.1/24 (die cidr Schreibweise benutzend) schreiben, wenn Sie nicht die Standard-Netzmaske benutzen.
  • eth0=ipaddr/cidr: Diese Option ist identisch mit ethx=ipaddr/cidr, konfiguriert jedoch nur eine Schnittstelle auf einmal. Natürlich können Sie auch die Option eth0=ipaddr/cidr (englisch) für alle Ethernet-Schnittstellen (nicht nur für eth0) nutzen. Wenn Sie beispielsweise das Netzwerk eines Servers mit zwei Netzwerkkarten konfigurieren wollen, können Sie so etwas schreiben: eth0=192.168.10.1/24 eth1=192.168.20.1. Diese Option setzt SystemRescueCd-1.0.2 oder neuer voraus.
  • dns=ipaddr: Setzt die feste IP-Adresse des gewünschten DNS Nameservers für die Namensauflösung im Netzwerk. Beispiel: dns=192.168.0.254 bedeutet, Sie nutzen 192.168.0.254 als DNS-Server.
  • gateway=ipaddr: Setzt die feste IP-Adresse der Standard-Route des Netzwerks. Beispiel gateway=192.168.0.254 bedeutet, daß der Computer andere Rechner ausserhalb des lokalen Netzwerks über 192.168.0.254 erreichen kann.
  • rootpass=123456: Setzt das root-Passwort des Live-Systems auf 1234. Auf diese Weise kann mit dem Passwort 123456 über das Netzwerk und ssh zur Fernwartung zugegriffen werden.
  • vncserver=x:123456: Der Beitrag VNC-Server Bootoptionen (englisch) wurde mit SystemRescueCd-1.0.2 eingeführt. Diese Option zwingt das System, den VNC-Server zu konfigurieren und diesen beim Start automatisch auszuführen. Dabei muss x durch die Anzahl der gewünschten Displays ersetzt werden und 123456 mit dem Passwort. Das Passwort muss zwischen 5 und 8 Zeichen lang sein, ansonsten wird diese option ignoriert. Anders ausgedrückt gibt vncserver=2:MyPaSsWd Zugriff auf zwei Displays (display=1 auf tcp/5901 und display=2 auf tcp/5902). Display 0 ist seit SystemRescueCd-1.1.0 für X.Org reserviert.
  • nameif=xxx: Sie können Angeben des Schnittstellennamens (englisch) einer Schnittstelle anhand deren MAC-Adresse einen Namen geben. Man benötigt SystemRescueCd-1.1.0 oder neuer für diese Möglichkeit. Nachfolgend die Vorgehensweise, wie man auf einem System mit zwei Netzwerkkarten die Schnittstellen anhand der MAC-Adresse zuweist: nameif=eth0!00:0C:29:57:D0:6E,eth1!00:0C:29:57:D0:64. Vorsicht, achten Sie auf das Trennzeichen (Komma zwischen den Schnittstellen und Ausrufezeichen zwischen Namen und MAC-Adresse).

Optionen von autorun

Hier sind die [[Sysresccd-manual-en_Run_your_own_scripts_with_autorun|autorun] (englisch)] Optionen, wie sie seit SystemRescueCd-1.0.0 vorliegen. Weiterführende Informationen im Artikel [[Sysresccd-manual-en_Run_your_own_scripts_with_autorun|Kapitel über autorun] (englisch)]

  • ar_source=xxx: Ort, an dem autorun gespeichert ist. Das kann das Wurzelverzeichnis einer Partition sein (/dev/sda1), eine NFS-Freigabe (nfs://192.168.1.1:/pfad/zu/skripten), eine SAMBA-Freigabe (smb://192.168.1.1/pfad/zu/skripten) oder ein http-Verzeichnis (http://192.168.1.1/pfad/zu/skripten).
  • autoruns=[0-9]: Komma-getrennte Liste des autorun Skripts, welches ausgeführt werden soll. Wenn Sie beispielsweise autoruns=0,2,7 verwenden, werden die folgenden autorun Skripte ausgeführt: autorun0, autorun2, autorun7. Nutzen Sie autoruns=no um alle autorun Skripte mit einer Zahl zu übergehen.
  • ar_ignorefail: Die Skript-Kette wird auch bei aufgetretenen Fehlern eines Skripts weiter ausgeführt (lieferte einen Status ungleich 0)
  • ar_nodel: verhindert das Löschen der temporären Kopie der autorun Skripte in /var/autorun/tmp nach deren Ausführung
  • ar_disable: autorun komplett ausschalten, das einfache autorun Skript wird nicht ausgeführt
  • ar_nowait: wartet nicht auf eine Tasteneingabe nachdem autorun Skript ausgeführt wurde.

Wie die Standard Boot-Optionen verändert werden können

Wenn Sie häufig die selben Optionen beim Start nutzen und diese nicht immer manuell eingeben wollen, können Sie eine personalisierte SystemRescueCd erstellen (englisch) und durch Bearbeiten der Datei syslinux.cfg Ihre Optionen hinzufügen. Das bedeutet, Sie müssen den Anweisungen im Artikel SysRescueCd personalisieren (englisch) folgen und das sysresccd-custom Skript zum extrahieren der aktuellen Dateien der Live-CD ausführen, bearbeiten isolinux.cfg (syslinux.cfg mit USB-Sticks), und erzeugen das ISO-Abbild. Wenn Sie per PXE über das Netzwerk booten (englisch), ist es einfacher, da Sie nur die Datei pxelinux.cfg/default auf Ihrem PXE Boot-Server bearbeiten müssen.

In SystemRescueCd-1.1.3 mitgelieferte Kernel

Standard-Kernel: (rescuecd und rescue64)

  • Aktuelle Linux-Version mit Patches: linux-2.6.27.7 in SystemRescueCd-1.1.3
  • Kernel-Sourcen basieren auf vanilla (stabil) mit dem sysresccd patchset
  • Die beiden Kernel-Images sind rescuecd (32bit) und rescue64 (64bit)
  • IDE und SATA Festplatten-Treiber basieren auf libsata (alle Disks sind sda, sdb, ...)
  • Fast alle Kontroller (IDE, SATA, SCSI) und Netzwerktreiber sind kompilierte Module (damit man noload-xxx nutzen kann, falls nötig)
  • Es gibt keine Unterstützung für frame buffer, weil dies mit Xorg/Xvesa in Konflikt kommen könnten

Alternative Kernel: (altker32 und altker64)

  • Aktuelle Linux-Version: linux-2.6.27.7 in SystemRescueCd-1.1.3
  • Kernel-Sourcen basieren auf Fedora (unterstützt mehr aktuelle Hardware) mit dem sysresccd patchset
  • Die beiden Kernel-Images sind altker32 (32bit) und altker64 (64bit)
  • IDE und SATA Festplatten-Treiber basieren auf libsata (alle Disks sind sda, sdb, ...)
  • Fast alle Kontroller (IDE, SATA, SCSI) und Netzwerktreiber sind integriert (Module müssen nicht geladen werden)
  • Es gibt keine Unterstützung für frame buffer, weil dies mit Xorg/Xvesa in Konflikt kommen könnten

32bit und 64bit Kernel sind verfügbar:

32 bit Kernel

  • rescuecd und altker32 sind die mitgelieferten 32bit Kernel
  • Jeder Intel/AMD/VIA basierte Prozessor sollte mit dem 32bit Kernel funktionieren
  • Man kann auch auf einem 64bit-Prozessor (amd64/em64t) einen 32bit Kernel laufen lassen
  • man kann 64bit-Programme (Sichern/Wiederherstellen) mit einem 32bit Kernel verwenden
  • man kann chroot nicht auf einer bestehenden Linux-Partition mit 64bit-Programmen auf einem 32bit Kernel ausführen
  • man kann beide grafischen Server Xorg und Xvesa mit einem 32bit Kernel verwenden (Xvesa sollte immer funktionieren, Xorg könnte nicht funktionieren, wenn der Treiber für Ihre Grafikkarte fehlt oder beschädigt ist)

64 bit Kernel

  • rescue64 und altker64 sind die mitgelieferten 64bit Kernel
  • 64bit Kernel funktionieren nur wenn der Prozessor das amd64 (AMD Implementation des x86_64) oder em64t (Intel Implementation des x86_64) Instruktions-Set unterstützt
  • 64bit Kernel funktionieren nicht auf IA64/Itanium Prozessoren
  • Sie müssen einen 64bit Kernel benutzen, wenn Sie chroot mit einem Linux-System, das 64bit-Programme nutzt, machen wollen.
  • 64bit Kernel können 32bit-Programme ausführen, weil die Unterstützung für die IA32 Instruktionen im Kernel integriert ist
  • Man kann Xvesa nicht mit einem 64bit Kernel nutzen, lediglich den grafischen Server Xorg.

Booten von der CD-ROM

Nach dem drücken von "Enter" am Boot-Prompt, fängt das System an zu laden. Zuerst, falls nicht durch eine Option geändert, wird dasTastaturlayout geladen. Hier wählen Sie die Beste für Ihre Tastatur. Als nächstes laufen viele Boot-Skripte ab. Die Hardware wird automatisch erkannt. Beispielsweise werden alle für eine USB-Maus benötigten Kernel-Module automatisch geladen. Und es gibt eine Kommandozeile. Es stehen einige Linux-Konsolen zur Verfügung. Sie können mit Alt+F1 (für die Erste), Alt+F2 (für die Zweite), ..., zwischen ihnen wechseln

Booten vom Netzwerk über PXE

Es ist möglich, SystemRescueCd vom Netzwerk zu booten. Da die Konfiguration nicht ganz einfach ist, gibt es ein spezielles Kapitel über das Booten über das Netzwerk mit PXE.

Booten eines alten Computers

Viele ältere Computer können nicht von CD/DVD starten. Das Problem liegt vielleicht am Bios, am CD-Laufwerk, ... Falls Sie ein solches Problem haben, können Sie versuchen eine Startdiskette erstellen, die es ermöglicht, das System auf der CD zu starten. SmartBootManager kann eine solche Diskette erstellen. Wenn Sie kein Diskettenlaufwerk haben, kann der Bootloader auch auf der Festplatte installiert werden. Diesen Bootmanager zu nutzen ist einfach. Laden Sie sich sbminst herunter und starten Sie die Installation aus Linux heraus. Nachfolgend der häufigste Installations-Prozess:

./sbminst -t us -d /dev/fd0

Booten aus einer Virtuellen Maschine

Es ist auch möglich, SystemRescueCd innerhalb Windows oder Linux mit VMWare und Virtual PC zu nutzen. Man muss nur das ISO-Abbild als das virtuelle CD-ROM Laufwerk angeben. Im virtuellen BIOS, muss der Start von CD noch aktiviert werden. Selbst die Nutzung des Netzwerks ist möglich. Die virtuelle Maschine bekommt eine neue IP-Adresse.

Booten von einer Windows-Partition

Jetzt ist es auch möglich, SystemRescueCd auf einer NTFS/FAT Partition zu installieren (englisch). Das bedeutet, daß die Festplatte nicht partitioniert werden muss, und man kann SystemRescueCd sogar booten, wenn kein CD-Laufwerk vorhanden ist.

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