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Sysresccd-manual-de Anpassen der SystemRescueCd

History

Hinweis: Dieses Kapitel wurde von mir zwar übersetzt, ich habe jedoch keinerlei Erfahrung mit dem remastern einer Linux-Distribution. Sollte jemandem ein grober Fehler auffallen, bitte ich um Info.

Contents

Einführung

Die Möglichkeit einer angepassten SystemRescueCd ist ein oft gefordertes Feature. Durch kombinieren der Wiederherstellungs-Software und der eigenen Backups kann man seine ureigene System- und Datenwiederherstellungs Disk erstellen. Die Wiederherstellungs-Software ist bereits ein Teil der SystemRescueCd, wodurch der wichtigste Schritt daraus besteht, das eigene Backup und vielleicht einige eigene Skripte, zur Automatisierung der Wiederherstellung, hinzuzufügen. Alles was man benötigt ist eine aktuelle SystemRescueCd (Version 1.1.0 oder neuer) und etwas Platz auf der Festplatte.

Das bedeutet, man kann zum gepackten Dateisystem der SystemRescueCd sysrcd.dat eigene Dateien hinzufügen. Beispielsweise können Skripte für ein komplettes Backup eines Servers hinzugefügt werden, oder ein benötigte Programm. Ebenso ist es möglich, acuh Datendateien hinzuzufügen, sodaß man alles zusammen hat (Daten und Systemdateien zur Wiederherstellung). Bisher ist es nicht möglich, den Kernel auszutauschen. Wenn eine Kernelverbesserung benötigt wird, stellen Sie bitte eine Anfrage im Forum.

Das Ziel ist die Erzeugung eines neuen ISO-Abbildes mit einer aktualisierten sysrcd.dat. Es wird eine aktuelle, ofizielle Version der SystemRescueCd benötigt, eine Partition mit Lese- und Schreibrechten aus Linux mit mindestens 850 MB freiem Speicher. Sollen weitere Daten hinzugefügt werden, entsprechend mehr.

Dieser Vorgang benötigt sehr viel Speicher (Arbeitsspeicher und Festplattenplatz). Mit weniger als 128 MB Arbeitsspeicher und 850 MB Festplattenplatz funktioniert es nicht! Es kann eine Swap-Partition erstellt werden, um Problemen mit dem Schritt zu squashfs im Skript zu vermeiden.

Vielleicht interessiert Sie auch die Vorgehensweise, wie Sie [[Sysresccd-manual-en_Build_a_SystemRescueCd_with_your_own_kernel|eine SystemRescueCd mit eigenem Kernel erstellen] (englisch)]. Grundsätzlich kompilieren Sie einen neuen Kernel und erstellen eine angepasste CD mit diesem und dessen Modulen.

Nutzung

Personalisierung wird von der CD aus mit einem Skript erledigt. Das bedeutet, Sie müssen eine aktuelle SystemRescueCd brennen, mit dieser das System booten und dann die eigene Version erzeugen. Das Skript läuft von CD und beinhaltet alle notwendigen Dateien.

Angenommen, die Partition /dev/sda1 ist für Linux formatiert (ext2, ext3, reiserfs, jfs, ...) und es sind 850MB frei.

Es muss ein Linux-Dateisystem sein, weil es in anderen Dateisystemen wie z.B. FAT oder NTFS keine Unterstützung für symbolische Links und/oder Berechtigungen auf Dateiebene gibt.

Wenn nur eine FAT-Partition zur Verfügung steht, erzeugen Sie einfach ein virtuelles Linux-Dateisystem innerhalb der FAT-Partition:

mkdir /mnt/fat
mount /dev/sda1 /mnt/fat
cd /mnt/fat
dd if=/dev/zero of=fsimage bs=1M count=850
mke2fs -F -q fsimage
mount -t ext2 -o loop fsimage /mnt/custom

Wenn Sie die docache Boot-Option benutzt haben, muss die SystemRescueCd eingehängt sein, wenn der erste Schritt (extrahieren) des Skripts ausgeführt wird.

Diese Prozedur erzeugt das Verzeichnis customcd im Wurzelverzeichnis dieser Partition. Dateien in anderen Verzeichnissen werden durch das Skript nicht beeinträchtigt. Wenn es eine ältere Version einer angepassten CD in diesem Verzeichnis gibt, machen Sie ein Backup. Alle Dateien in /dev/sda1/customcd/ werden gelöscht! Der Name /mnt/customcd muss verwendet werden, weil das Skript dies erwartet. Um neue Pakete zur angepassten SysRescueCd hinzuzufügen wird SysRescCd-1.1.0 oder neuer benötigt.

Stellen Sie Fragen zur Anpassung in folgendem Forenbereich: http://www.sysresccd.org/forums/viewforum.php?f=25

Schritt-01: Hängen Sie die Arbeitspartition ein

% mkdir /mnt/custom
% mount /dev/sdan /mnt/custom

Wenn Sie nicht wollen, daß das gesamte temporäre Verzeichnis nach /mnt/custom geschrieben wird, wählen Sie ein anderes Verzeichnis. Wenn sich der freie Platz beispielsweise auf einer NFS-Freigabe befindet, nutzen Sie:

% mount -o bind /mnt/nfs/remote-directory /mnt/custom

Schritt-02: Entpacken Sie die aktuellen Dateien aus dem sysrcd.dat Abbild

% /usr/sbin/sysresccd-custom extract

/mnt/custom is mounted -> ok

there is enough estimated free space here (.... MB) -> ok

Vielleicht möchten Sie mit [Alt][F4] auf eine andere virtuelle Konsole wechseln und df ausführen, um zu sehen, ob es immer noch läuft. (Dies dauert bekanntermassen über 15 Minuten aus einer zwischengespeicherten SysRescCd!)


Wenn es keine Fehler gab, wurden die Dateien nach /mnt/custom/customcd/files/ kopiert, mit isoroot etwa 43MB und files mit etwa 835MB.

% du --max-depth=1 -h

Schritt-03: Anpassen (optional)

Jetzt kann angepasst werden.

Sie können das von der SystemRescueCd oder von einem anderen installierten Linux-System aus tun. Wenn Sie neu starten, müssen Sie das von der SystemRescueCd und die custom-Partition nochmals einhängen (Schritt-01 ). Alle Änderungen müssen in /mnt/custom/customcd/files/ gemacht werden. Das ist das Wurzelverzeichnis des neuen Dateisystems.

Schritt-04: Fügen Sie eigene Pakete hinzu (optional)

Diese wichtige Möglichkeit wurde mit SystemRescueCd-1.1.0 eingeführt. Sie können der SystemRescueCd neue Pakete unter Nutzung des Gentoo-Linux Paketmanagers hinzufügen. Anders ausgedrückt, wenn Sie ein Programm benötigen, welches nicht in der offiziellen SystemRescueCd vorhanden ist, und dieses Paket von Gentoo unterstützt wird (englisch), dann nutzen Sie Gentoo-Befehle wie emerge und equery für die Paketverwaltung. Gentoo basiert auf den Quellen, sodaß diese Werkzeuge automatisch den Quellcode herunterladen und das Programm mit allen benötigten Abhängigkeiten kompilieren.

Schritt-04a: Voraussetzungen für das Kompilieren von Programmen

SystemRescueCd-1.1.0 beinhaltet Entwicklungswerkzeuge (z.B. gcc, automake, autoconf, cmake, ...), welche zum Kompilieren von Programmen notwendig sind. Header-Dateien sind ebenfalls enthalten. So benötigt z.B. das Kompilieren und Installieren eines GTK-Programms die GTK Header-Dateien. Deshalb werden wichtige Header-Dateien auf der SystemRescueCd mitgeliefert. Wenn Sie ein Programm mit anderen Abhängigkeiten installieren, und dessen Header-Dateien aus Platzgründen entfernt wurden, installieren Sie die Abhängigkeiten neu, auch wenn diese laut des Paketmanagers bereits Teil des Systems sind.

Hier nun die Grundlegenden Informationen für die Nutzung der Gentoo-Tools. Bei Problemen oder für weitergehende Informationen lesen Sie bitte die offizielle und gut geschriebene Gentoo-Dokumentation.

Das Paketmanagement von Gentoo basiert auf portage. Es bietet Unterstützung für jedes installierbare Paket. Die Unterstützung ist als ebuild Skript implementiert, welches alle Anweisungen für den Download der Quellen, der Abhängigkeiten und zum Kompilieren und Installieren der Pakete. Die portage ebuilds werden in /usr/portage gespeichert, ca. 400MB unkomprimiert, deshalb ist es nicht in der offiziellen SystemRecueCd enthalten. Sie müssen das neue portage herunterladen und entpacken.

Vergessen Sie dabei nicht, daß Sie eventuell sehr viel Platz für das Kompilieren und Installieren der neuen Pakete und deren Abhängigkeiten. Es ist empfohlen, einige Gigabyte freien Platz in /mnt/custom zu haben.

Sie benötigen eine Internetverbindung für den Download eines aktuellen portage tarballs und den Paketquellen. Wenn der Computer an dem Sie arbeiten über keine Internetverbindung verfügt, laden Sie sich die benötigten Dateien woanders herunter und kopieren Sie sie von Hand (z.B. mit einem USB-Stick). Die Quellen der Pakete müssen nach /usr/portage/distfiles der chrooted SystemRescueCd kopiert werden. Dieses Verzeichnis wird in /mnt/custom/customcd/files/usr/portage/distfiles verfügbar sein, wenn Sie der Anleitung gefolgt sind.

Schritt-04b: Herunterladen und Auspacken eines aktuellen portage Snapshots

Laden Sie ein aktuelles portage Snapshot Archiv herunter. Gentoo aktualisiert das Archiv täglich, sodaß das beste portage das vom Vortag ist. Das Archiv heisst portage-YYYYMMDD.tar.bz2. Sie können auch die lzma-Version herunterladen, die eine bessere Kompression aufweist um Bandbreite beim Download zu sparen. Hier finden Sie einen FTP-Spiegel

Erstellen Sie das Verzeichnis in dem die Dateien ausgepackt werden sollen: % mkdir -p /mnt/custom/customcd/files/usr/portage/distfiles

Entpacken Sie die bzip2-Version (gute Komprimierung):

% tar xfjp /pfad/zu/portage-YYYYMMDD.tar.bz2 -C /mnt/custom/customcd/files/usr/

-oder- die lzma-Version (sehr gute Komprimierung):

% tar xfp /pfad/zu/portage-YYYYMMDD.tar.lzma -C /mnt/custom/customcd/files/usr/ --lzma 

Um sicherzustellen, daß portage am richtigen Platz entpackt wurde, prüfen Sie

% du -s /mnt/custom/customcd/files/usr/portage/sys-kernel/vanilla-sources

Schritt-04c: Chroot in der SysRescCd-Umgebung

Die Installationsbefehle müssen aus dem temporären SystemRescueCd Verzeichnis heraus ausgeführt werden. Darum müssen wir in einer chrooted Umgebung arbeiten:

% mkdir -p /mnt/custom/customcd/files/proc
% mount -o bind /proc /mnt/custom/customcd/files/proc
% chroot /mnt/custom/customcd/files /bin/zsh
% gcc-config $(gcc-config -c)

Sie können prüfen, ob Sie sich in einer chrooted Umgebung befinden, indem Sie das ebuild für die Vanilla-Sourcen auflisten:

% ls -l /usr/portage/sys-kernel/vanilla-sources

Um die chrooted Umgebung zu verlassen, geben Sie exit in der Shell ein (nein, nicht jetzt), und

% unmount /mnt/custom/customcd/files/proc.

Schritt-04d: Wie man ein neues Paket installiert

Nun installieren wir ein neues Paket. Sie sehen alle unterstützten Pakete in /usr/portage/profiles. Pakete werden in Kategorien wie app-editor verwaltet und jede unterstützte Version ist in eine separate ebuild-Datei implementiert. Als Beispiel werden wir leafpad (ein kleiner Texteditor auf GTK-Basis) installieren.

Sie sehen folgendes ebuild-Skript:

/usr/portage/app-editors/leafpad/leafpad-0.8.14.ebuild

Dieses Skript wird benutzt werden, wenn wir dieses Paket installieren.

Zuerst starten wir emerge mit -p und -v um zu sehen, welche anderen Pakete benötigt werden und wie es kompiliert werden würde:

# emerge -pv app-editors/leafpad
These are the packages that would be merged, in order:
Calculating dependencies... done!
[ebuild  N    ] app-editors/leafpad-0.8.14  USE="-emacs" 264 kB
Total: 1 package (1 new), Size of downloads: 264 kB

Das bedeutet, daß es sich um ein neues Paket handelt (Kennzeichen 'N'), und alle Abhängigkeiten schon installiert sind.

Sie können nun alle für die Kompilierung des Programms benötigten Quellen herunterladen:

# emerge -f app-editors/leafpad
WARNING: repository at /mnt/sysresccd/sysresccd-110/portage-overlay is missing a repo_name entry
Calculating dependencies... done!
>>> Fetching (1 of 1) app-editors/leafpad-0.8.14 for /
>>> Downloading 'http://distfiles.gentoo.org/distfiles/leafpad-0.8.14.tar.gz'
--2008-07-27 15:22:33--  http://distfiles.gentoo.org/distfiles/leafpad-0.8.14.tar.gz
Resolving distfiles.gentoo.org... 216.165.129.135, 156.56.247.195, 140.211.166.134, ...
Connecting to distfiles.gentoo.org|216.165.129.135|:80... connected.
HTTP request sent, awaiting response... 200 OK
Length: 269496 (263K) [application/x-gzip]
Saving to: `/usr/portage/distfiles/leafpad-0.8.14.tar.gz'
100% [===============================================>] 269,496   223K/s   in 1.2s
2008-07-27 15:22:34 (223 KB/s) - `/usr/portage/distfiles/leafpad-0.8.14.tar.gz' saved [269496/269496]
* leafpad-0.8.14.tar.gz RMD160 SHA1 SHA256 size ;-) ...    

Wenn Sie an diesem Computer keinen Internetzugang haben, funktioniert der Download nicht. Sie können einfach die URL kopieren, es an einer anderen Maschine herunterladen und die Datei in /usr/portage/distfiles/ kopieren (Zielort in der chrooted Umgebung). Sie müssen nicht emerge -f ausführen bevor Sie ein neues Paket installieren, in diesem Fall lädt es emerge zur Installationszeit herunter.

Um das Paket zu installieren, starten Sie einfach emerge mit dem Paketnamen ohne Optionen:

# emerge app-editors/leafpad
Calculating dependencies... done!
>>> Verifying ebuild manifests
>>> Building (1 of 1) app-editors/leafpad-0.8.14 for /
* leafpad-0.8.14.tar.gz RMD160 SHA1 SHA256 size ;-)         [ ok ]
* checking ebuild checksums ;-)                             [ ok ]
* checking auxfile checksums ;-)                            [ ok ]
* checking miscfile checksums ;-)                           [ ok ]
>>> Unpacking source...
>>> Unpacking leafpad-0.8.14.tar.gz to /var/tmp/portage/app-editors/leafpad-0.8.14/work
>>> Source unpacked.
>>> Compiling source in /var/tmp/portage/app-editors/leafpad-0.8.14/work/leafpad-0.8.14
...
...
...

Schritt-04e: Fehlerbeseitigung bei Kompilierfehlern

Es wurden viele Dateien aus der SystemRescueCd entfernt, damit das System kleiner wird. So wurden zum Beispiel viele Header-Dateien entfernt, da sie nicht benötigt werden. Das Problem ist nun, daß diese Dateien eventuell notwendig sind, um neue Programme zu kompilieren. Deshalb haben wir wichtige Header-Dateien (wie die GTK Header-Dateien) behalten, da viele Programme die Sie installieren wollen diese benötigen. Allerdings treten dadurch vielleicht Komplierfehler auf. Wenn Sie beispielsweise versuchen mozilla-firefox zu aktualisieren, wird vielleicht eine fehlende Header-Datei wie prtypes.h angemahnt und die Kompilierung abgebrochen. Diese Header-Datei gehört zu dev-libs/nspr, welches eine mozilla-firefox Abhängigkeit ist. Diese Art von Header-Datei wurde entfernt, weil nicht viele neue Programme dev-libs/nspr benötigen und sie zu viel Speicher im System belegen.

Als Konsequenz müssen Sie nur die Abhängigkeiten mittels emerge neu installieren, damit diese Header-Dateien auf Ihrem System verfügbar sind. Um die Abhängigkeiten eines Pakets anzuzeigen können Sie emerge -epv <paketname> verwenden. Dies listet alle Abhängigkeiten eines Programms auf:

# emerge -epv sys-devel/binutils
  These are the packages that would be merged, in order:
  Calculating dependencies... done!
  [ebuild   R   ] sys-devel/gnuconfig-20080123  0 kB
  [ebuild   R   ] sys-apps/findutils-4.3.13  USE="-nls (-selinux) -static" 0 kB
  [ebuild   R   ] sys-devel/binutils-config-1.9-r4  0 kB
  [ebuild   R   ] sys-devel/binutils-2.18-r3  USE="-multislot -multitarget -nls -test -vanilla" 17 kB
  Total: 4 packages (4 reinstalls), Size of downloads: 17 kB

Schritt-04f: Zusammenfassung der Gentoo-Befehle

Gentoo hat ein sehr mächtiges Verwaltungssystem und hochkonfigurierbare Pakete. Es an dieser Stelle nicht möglich, alles zu beschreiben, deshalb nachfolgend die wichtigsten Dinge, die Sie evtl. tun möchten:

  • Testen, wie ein Paket installiert werden wird und welche Abhängigkeit dieses hat:

emerge -pv <paketname>

  • Herunterladen der Quellen eines Paketes und aller Abhängigkeiten:

emerge -f <paketname>

  • Auflisten der Adressen von benötigten Dateien für eine Paketinstallation:

emerge -pf <paketname>

  • Installieren eines Paketes mit allen Abhängigkeiten:

emerge <paketname>

  • Deinstallieren eines Paketes, jedoch beibehalten der Abhängigkeiten:

emerge -C <paketname>

  • Herausfinden, zu welchem Paket eine Datei gehört:

equery belongs /pfad/zu/einer/datei

  • Alle Dateien anzeigen, welche zu einem Paket gehören:

equery files <paketname>

  • Anzeigen einer Liste der installierten Pakete:

equery list

Schritt-04g: Status der Pakete in Gentoo

Nachfolgend einige interessante Dinge über den Status von Paketen. Das ist vielleicht notwendig, für den Fall daß ein benötigtes Paket als unstabil gekennzeichnet ist.

  • Wenn Sie ein als stabil gekennzeichnetes Paket installieren wollen (es hat das Schlüsselwort 'x86') sollte es keine Probleme geben.
  • Wenn Sie ein als unstable gekennzeichnetes Paket installieren wollen (es hat das Schlüsselwort '~x86'), müssen Sie den Paketnamen (und möglicherweise dessen Abhängigkeiten) in /etc/portage/package.keywords hinzufügen. NAchfolgend ein Beispiel:
echo "www-client/mozilla-firefox ~x86" >> /etc/portage/package.keywords
  • Wenn ein Paket, das Sie benötigen maskiert ist, müssen Sie es /etc/portage/package.unmask hinzufügen.
  • Um eine alte Version eines Paketes zu installieren, können Sie die neue Version in /etc/portage/package.mask maskieren
echo ">=www-client/mozilla-firefox-3.0" >> /etc/portage/package.mask

Schritt-05: Entfernen von nicht benötigten Entwicklungs-Werkzeugen aus dem System (optional)

SystemRescueCD beinhaltet Entwicklungs-Werkzeuge (gcc, automake, autoconf, cmake, ...), die für die Kompilierung neuer Programme notwendig sind. Diese sind nur nützlich, wenn Sie neue Pakete installieren, können also entfernt werden, wenn Sie sich sicher sind, daß Sie die SystemRescueCD später nicht anpassen wollen. Sie können auch andere Pakete entfernen, die Sie für unnötig erachten, um die SysRescueCd kleiner zu machen.

Alle Befehle dieses Abschnitts müssen in der chrooted Umgebung ausgeführt werden (lesen Sie die vorherigen Abschnitte, um zu erfahren, wie man chrooted).

Deinstallieren Sie Pakete mit unmerge -C <pkg1> <pkg2> <pkg3> ....

Seien Sie bitte vorsichtig, es ist mit diesem Befehl möglich, das System zu beschädigen. Sie können selbst die Gentoo-Befehle wie emerge mit emerge -C deinstallieren, jedoch alle Pakete auf einmal: Der Befehl wird deinstalliert und ist dann nicht mehr verfügbar.

Wenn Sie ein portage-Archiv entpackt haben (wie z.B. portage-YYYYMMDD.tar.bz2), entfernen Sie die portage-Datei, da diese sehr viel Platz wegnehmen und nur für die Neuinstallation von Paketen notwendig sind:

 rm -rf /usr/portage/*

Wir haben zwei Kategorien von Dateien zusammengestellt, die Sie eventuell entfernen wollen: devtools und x11tools. devtools beinhaltet die Entwicklungswerkzeuge und die Gentoo-Befehle. x11tools</code beinhaltet alle grafischen Pakete. Deinstallieren Sie <code>x11tools, wenn Sie SystemRescueCd nur für Konsolenprogramme verwenden wollen und die CD kleiner werden soll, schneller vom Netzwerk bootet oder mit der docache Option in den Arbeitsspeicher geladen wird.

Zur Entfernung von devtools:

sysresccd-cleansys devtools

aus der chrooted Umgebung (nicht wie sysresccd-custom welches aus der Hauptumgebung gestartet wird).

Um beides, devtools und x11tools aus dem System zu entfernen, deinstallieren Sie x11tools zuerst, bzw. beide gleichzeitig:

sysresccd-cleansys devtools x11tools

Erwägen Sie die Entfernung von /var/cache/edb/dep/ (falls vorhanden), welches den Cache repräsentiert der emerge schneller macht:

rm -rf /var/cache/edb/dep/

Schritt-06: Erstellen Sie das neue squashfs-Abbild

Wenn Sie neue Pakete mit der chrooted Umgebung installiert haben,

umount /mnt/custom/customcd/files/proc

Nun werden Dateien aus /mnt/custom/customcd/files/ gelesen und in das neue squashfs Abbild und nach /mnt/custom/customcd/isoroot/sysrcd.dat kopiert.

Ein squash-Dateisystem wird entweder mit gzip oder lzma komprimiert.

  • Gzip ist sehr schnell (komprimieren und entpacken) hat aber eine geringerer Kompressionsrate (Datei ist grösser).
  • Lzma hat eine bessere Kompressionsrate als bzip2, ist aber sehr langsam beim komprimieren. Es entpackt schneller, dadurch ist die CD schneller in der Benutzung. Lzma ist der Standard squashfs-Algorithmus der SystemRescueCd. Wenn Sie lzma nicht benutzen wollen, editieren Sie /usr/sbin/sysresccd-custom und fügen Sie -nolzma zur Zeile, die mksquashfs ausführt, hinzu.

Um das neue squashfs-Dateisystem zu erzeugen:

/usr/sbin/sysresccd-custom squashfs

Das wird länger dauern als das Auspacken. Beispielsweise 17 Minuten mit gzip und 55 Minuten mit lzma.

Schritt-07: Dateien zum ISO-Abbild hinzufügen (optional)

Es werden nur die große squashfs-Abbild Datei und das isolinux-Verzeichnis benötigt.

Sie möchten vielleicht andere Dateien (ausserhalb des squashfs-Abbildes) zum ISO-Abbild hinzufügen. Sie können große Sicherungsdateien ausserhalb des squashfs auf die CD-ROM packen, damit das squashfs nicht überladen wird. Kopieren Sie die Dateien zusammen mit der sysrcd.dat in dieses Verzeichnis: /mnt/custom/customcd/isoroot

% cp -a my-files /mnt/custom/customcd/isoroot

Sie wollen vielleicht ein Autorun-Skript im root der CD-ROM (ausserhalb des squashfs) ablegen, das beim Start ausgeführt werden soll. Das erlaubt das autmatische Ablaufen von Aufgaben wie z.B. ausführen einer Sicherung. Lesen Sie den Abschnitt über Aautorun für weitergehende Informationen.

% cp autorun /mnt/custom/customcd/isoroot
% chmod 755  /mnt/custom/customcd/isoroot/autorun

Stellen Sie sicher, daß die Größe des isoroot-Verzeiochnisses die Kapazität einer CD-ROM (normalerweise 700 MB) nicht übersteigt.

% du -sh /mnt/custom/customcd/

Schritt-08: Wählen Sie Ihr Tastaturlayout (optional)

In der offiziellen Version fragt SystemRescueCd beim Start nach dem Tastaturlayout. Wenn Sie dieses Menü vermeiden und ein Tastaturlayout festlegen wollen, können Sie folgenden Befehl verwenden:

/usr/sbin/sysresccd-custom setkmap <ihr-tastaturlayout>

Der zweite Parameter ist der Name oder die Nummer des Tastaturlayouts aus dem Menü. Deutsche Anwender nehmen dies:

/usr/sbin/sysresccd-custom setkmap de

Schritt-09: Bearbeiten von Boot-Optionen (optional)

Sie möchten vielleicht die Boot-Optionen (Optionen wie docache oder dodhcp) in der folgenden Datei anpassen:

/mnt/custom/customcd/isoroot/isolinux/isolinux.cfg

Sie möchten vielleicht den Splash-Screen unter:

/mnt/custom/customcd/isoroot/isolinux/f1boot.msg

anpassen.

Es kann nett sein, einen Hinweis wie

Basiert auf SystemRescueCd von SysRescCd.org

hinzuzufügen.

Schritt-10: Erzeugen Sie das neue ISO-Abbild

Dazu müssen Sie nur den folgenden Befehl eingeben. Der zweite Parameter ist der Volume-Name für die CD-Rom.

/usr/sbin/sysresccd-custom isogen meine_srcd

Schritt-11: Brennen des ISO-Abbildes

Das neue ISO-Abbild ist in

/mnt/custom/customcd/isofile/sysresccd-ccyymmdd-hhmm.iso

Wenn Sie mit docache gebootet haben, umount /dev/cd.

Brennen Sie es mit wodim, cdrecord, Nero ... Sagen Sie der Software, daß das zu nutzende CDRom-Laufwerk die virtuelle ISO-Abbilddatei ist.

Wenn Sie eine CDR brennen wollen, können Sie es mit VMWare oder qemu testen.

Schritt-12: Synchronisieren der Disks

Bevor Sie das System verlassen und neu starten, sollten Sie sicherstellen, daß alle Laufwerke sauber ausgehängt sind. Der sicherste Weg Datenverluste zu vermeiden ist alle Partitionen auszuhängen, besonders die temporären (/dev/sda1 in diesem Beispiel), und dann sync einzugeben.

cd / ; umount /mnt/custom ; sync

Ergebnis Ihrer Änderungen

Wenn Sie Ihren Computer mit Ihrer eigenen SystemRescueCd starten, sehen Sie alle Dateien in /mnt/livecd. Wenn Ihre neuen Dateien in ein Standard-Verzeichnis gehören, können Sie ohne Probleme darauf zugreifen. Wenn Sie ein neues Verzeichnis im Wurzelverzeichnis des Dateisystems angelegt haben, erscheint dies unter /mnt/livecd, dies sehen Sie jedoch nicht im Wurzelverzeichnis des Systems. Tatsächlich beinhaltet das Wurzelverzeichnis symbolische Links zu /mnt/livecd. Sie müssen den Link selbst erstellen.

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